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Ein Geschenk der Natur: Wildkräuter und Co.

Wildkraeuter

Du kennst sicher exotische Sachen wie Zitronengras, aber kennst Du auch die kleinen Würzzauberer aus unserer direkten Umgebung? Es kann sehr viel Spass machen, auf Ausflügen am Wochenende einmal, statt Blumen zu pflücken, etwas für den Abendbrottisch zusammen zu suchen und so Pasta, Kartoffelgerichte, Salate und Co. durch interessante geschmackliche Nuancen zu verfeinern.

Was Du brauchst, ist entweder ein bisschen Mut oder einen Führer, der kräuterkundig ist und dir auch winzig kleine Blättchen als "Geschmacksverstärker" nahe bringen kann. Aber auch ohne Fachmann oder -frau kannst Du los legen und, vor allen Dingen im April oder Mai, wenn plötzlich die ganze Flora schiesst, Ausschau nach dem i-Tüpfelchen für Dein nächstes Mahl halten. Wildkräuter, der Name sagt es schon, wachsen überall da, wo nicht gezielt auf den Anbau geachtet wird. Das heisst, sie können Dir überall begegnen, also halt die Augen auf und die Tüten bereit!

Kann ich etwas falsch machen?

Das Gute an Wildkräutern ist die Tatsache, dass sie, im Gegensatz zu Pilzen, nicht giftig sein können. Manche Kräuter schmecken etwas seltsam, bitter oder herb, aber das tun Thymian und Rosmarin im Grunde ja auch. Sei also offen für Geschmacksrichtungen, die erst einmal neu und anders sein mögen, die aber zu Kartoffeln oder einem bunten Gemüsegericht genau das gewünschte Überraschungsmoment bringen. Wenn Du feststellst, dass Dir etwas zu herb schmeckt, übergiess das Kräutlein kurz mit kochendem Wasser, auch Blanchieren genannt. Das Bittere verschwindet, und die Kräuter werden auch etwas weicher. Du sammelst am besten erst einmal nach Gefühl, nach dem Duft, auch der Art, wie sich ein Zweiglein anfühlt. Das allein ist schon ein Erlebnis, das Dich wunderbar zur Ruhe kommen lässt.

Frisch verarbeiten oder trocknen?

Da die Saison, in der Kräuter wachsen, natürlich nicht ganzjährig ist, ist es klar, dass Du auch einen Vorrat anlegen kannst bzw. solltest. Die Kräuter werden gut abgespült und in Dosen oder Beuteln eingefroren. Damit hast Du das ganze Jahr Deine eigenen Würzlieblinge, die Dich im Winter noch an den schönen Sommertag auf dem Berg erinnern. Aber frische Kräuter, das muss man schon sagen, sind am besten, und wenn Du Dir eine Mischung zusammen stellst, wirst Du Dich auch an der Buntheit erfeuen können. Streu die Kräuter grosszügig über den Salat, verfeinere Ofenkartoffeln damit oder pack Deinen Fisch in eine Kräuterkruste. Ein Hauch von Wildheit ist hier zu haben, aber eben auch interessante, ungewohnte Geschmackserlebnisse,

Auch schön: essbare Blüten

Nicht nur Zweige eignen sich als kulinarisches Plus, auch die Blüten manch eher unscheinbarer Pflanze eignen sich als Würzung - und vor allen Dingen als optisches Plus. Gänseblümchen mal nicht zu einem Kranz geflochten, sondern über den Salat gestreut; wenn Deine Gäste das sehen, werden sie beeindruckt sein. Du kannst Kräuter und Blüten sogar pannieren, also in Mehl wälzen und in Öl braten oder frittieren. Diese Miniaturen lassen keinen Zweifel daran aufkommen, dass auch die Schweiz ihre kulinarischen Highlights hat, und dass Zitronengras nur die asiatische Antwort darauf ist.

Tipp: Immer der Nase nach, beim Kräutersammmeln sagt das Aroma oft schon etwas über den Geschmack aus. Geh nah dran an die guten Gaben der Natur!

Bildquelle: IamColorBlind / pixabay.com

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