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Teilen, der neue Konsum?

Konsum teilen

Sharing, das neudeutsche Wort für das Teilen von Dingen jeglicher Art, ist in aller Munde. Statt sich allein mit einem Auto oder einer Wohnung zu vergnügen, sind nun auch immer öfter andere Leute an solchen Dingen beteiligt. Findest Du das gut, oder ist Dir doch mehr nach "my home is my castle"?

Das Sharing hat natürlich auch dank dem Internet sehr grosse und gut organisierte Formen angenommen. Klar ist es auch clever, wenn man zwei Wochen nicht zu Hause ist, per Plattform flugs jemanden zu finden, der die Wohnung hütet, die Pflanzen giesst, die Katze füttert, und der sogar noch bereit ist, dafür Geld zu zahlen. Dass das Sharing auch manche seltsame Blüte treibt, und durch "Bewertungen" von Anbietern auch Leute ausbremsen kann, sich so etwas Geld dazu zu verdienen, sei hier nicht unerwähnt. Sharing per se ist also nicht unbedingt nur super, und wenn Du einmal betrachtest, dass private Fahrtouren den "richtigen" Taxifahrern die Jobs und Einkünfte weg zu nehmen drohen, solltest Du schon ein wenig differenzierter an das Thema "Teilen von Dingen" heran gehen.

Klasse: Food Sharing, Car Sharing

Eine Idee, um dem grossen Berg an weg geworfenen Lebensmitteln zu begegnen, ist die, auch per Internet Lebensmittel zu verschenken. Auch dies ist eine Art Sharing, zwar nicht nach dem Prinzip "Gibst du mir, geb ich dir", aber es ist ganz sicher sinnvoll. Wenn Du für länger in den Urlaub fährst, weisst, dass manche Saucen oder Käsesorten zu "kippen" drohen, gib sie an Leute weiter, die sich darüber freuen. Eine Art Vorläufer der grossen Sharing Bewegung war das Car Sharing, das sowohl von privaten Personen als Fahrgemeinschaften angeboten wurde, als auch von speziellen Plattformen betrieben wurde und auch noch wird. Die Idee ist sicher auch gut: Statt dass ein Auto angeschafft wird und nur einer Person zur Verfügung steht, die die vollen Versicherungskosten trägt, teilt man sich die Kosten, und so kann das Gefährt auch abends oder am Wochenende noch in Bewegung gesetzt werden. Wie Du siehst, kommt es auf das Objekt an, das "gesharet" wird, aber im Grundsatz ist es eine gute Idee, auch, um in Kontakt zu kommen.

Mein Garten? Nein, unser Garten!

In den Grossstädten entstehen auch immer öfter Projekte, bei denen statt Vereinzelung ein gezieltes Teilen stattfindet. Wenn eine Fläche von der Stadt frei gegeben wird, oder ein privater Nutzer sich Mitstreiter sucht, können schöne Dinge entstehen. Gemeinsam einen Garten anzulegen, hier Kohl, da Blumen, Kräuter dazu. Es duftet, und dass so etwas die Gemeinsamkeit fördert, ist klar. Wenn man den Tag zusammen in der Erde gewühlt hat, sich auch gegenseitig mit Tipps versorgt hat, ist es klar und nahe liegend, dass man den Abend auch gemeinsam verbringt - ohne Zwang natürlich. Es entsteht ganz entspannt durch das gemeinsame Tun ein "Sinn", und wenn dieser noch essbar ist und durch Gemüsepfannen eine Krönung erfährt, kann man sich doch nur der Sharing Bewegung zugehörig fühlen!

Tipp: Wenn Dir die Idee eines "communal gardens" gefällt, fang an! Die Stadtverwaltung muss kontaktiert werden, aber oftmals ist dort Offenheit für mehr Grün im Stadtbild, das ja auch eine Aufwertung bedeutet, vorhanden.

Bildquelle: geralt / pixabay.com

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