LEBENSQUALITÄTEN.CH
Einfach und bewusst das Sein geniessen

Einige Zeit - bewusst nichts anschaffen

Konsum Freizeit

Während noch vor einigen Jahrzehnten ein in Nordeuropa lebender Mensch um die 500 Gegenstände besass, liegt die Zahl der Besitztümer heute pro Kopf bei 10.000 Artikeln verschiedenster Art. Das ist eine erschreckend hohe Zahl, und es fragt sich wirklich, ob all diese Dekoartikel, Blusen, Handtaschen und CDs wirklich glücklich machen. Du kannst es gut überprüfen, indem Du den Berg an Dingen zumindest für einige Zeit mal nicht erweiterst, sondern ihn sozusagen stagnieren lässt. Mal sehen, was passiert!

Wenn Du Dir in Ruhe Deine Besitztümer ansiehst, wirst Du sicher merken, dass Du einige Lieblingsstücke hast. Warum manche Sachen wertvoller als andere sind, ist nicht ganz geklärt; auf den materiellen Wert kommt es hier gar nicht unbedingt an. Dinge, die Du liebst, werden oftmals Dinge sein, die Dich an einen Menschen, an eine Situation erinnern, während andere Dinge oft nur gekauft wurden, weil Dir langweilig war, weil Du Frust bei der Arbeit hattest, und Dich sozusagen schadlos halten wolltest. Solche Dinge können durchaus einen grossen Posten in Deinem Kleiderschrank bzw. der sonstigen Wohnung ausmachen. Welche Chance, sie nicht um weitere, am Ende doch belanglose, nur kurzfristig interessante Posten zu ergänzen!

Wahrer Stil kommt mit wenig aus

Wenn Du Dir Vorbilder ansiehst, die als "Stilikone" gelten, fällt oft auf, dass sie einen klaren Stil pflegen, oft über Jahrzehnte hindurch. Nicht umsonst gilt Audrey Hepburn lange Zeit nach ihrem Tod noch als best angezogene Britin, Kate und Co. zum Trotz. Was bei Menschen wie ihr auffällt, ist die Reduktion und Klarheit, mit der sie ihr Outfit - und vermutlich auch ihr Heim - gestalten. Kein Sammelsurium, sondern eine klare Linie, bestimmte Farben und Materialien bilden die Grundlage für einen Stil, der auch von aussen wahrgenommen wird als zu Dir gehörig. Wenn Du das erkannt hast, wirst Du vielleicht gar nicht mehr die super tolle neue Modefarbe ausprobieren wollen, nur, weil sie Dir aus allen Katalogen und Internetseiten entgegen springt. Vielmehr wirst Du Dich weiter an Deinen Stil, an Deine Farben halten. Und - ganz ehrlich - warum solltest Du den 5. Rollkragenpullover in Schwarz kaufen wollen? Die anderen genügen doch!

Nicht sklavisch - sondern bewusst reduzieren

Wenn Du für Dich feststellst, dass Du eigentlich genug von allem hast, und dies wird in vielen Fällen auch so sein, kannst Du den Vorsatz, sagen wir, zwei Monate lang nichts Neues zu kaufen gut umsetzen. Dir wird vermutlich nichts fehlen, und statt viel Zeit mit dem Schauen nach Mode, Möbeln, Deko und Co. zu verbringen, hast Du plötzlich "konsumfrei". Das ist noch besser als hitzefrei, und es wird Dir auch einen neuen Zugang zum Konsum ermöglichen. Du wirst sicher auch nach Deiner "Stop" Phase sehr viel bewusster konsumieren und vielleicht sogar Deinen Kleiderschrank und die Regale darauf abklopfen, wo Dinge vorhanden sind, von denen Du Dich leicht trennen kannst. Du wirst vielleicht nicht gleich die moderne Audrey Hepburn werden, aber eine Person, die gezielt und bewusster ihr Leben mit Konsumartikeln auskleidet.

Tipp: Nimm dir keine unrealistischen Phasen vor, in denen Du nichts kaufst - nimm das Experiment als Spiel und als Chance, aber nicht als Zwang.

Bildquelle: cocoparisienne / pixabay.com

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