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Seife selber sieden

Seife selbstgemacht

Hast Du Dich schon oft gefragt, was in der Seife, mit der Du Dir täglich die Hände wäschst, eigentlich enthalten ist? Die Angabe der Inhaltsstoffe ist zumeist so klein gedruckt und die verwendeten Fachbegriffe so unverständlich, dass Du kaum, oder nur mithilfe aufwendiger Recherche eine Antwort finden kannst.

Warum nicht einfach selber Seife sieden?

Seife sieden ist gar nicht so schwer. Du kannst einige brauchbare Anleitungen im Internet recherchieren, oder noch besser, einen Kurs besuchen. Die Kosten sind überschaubar, wenn Du Dir erst einmal alle Grundzutaten angeschafft hast. Für den Anfang brauchst Du nur NaOH oder KOH, Öle und Fette, Wasser, bei Bedarf ätherische Öle für die Beduftung und vielleicht ein paar Zusatzstoffe. Die genauen Rezepturen kannst Du entweder im Internet finden, oder Dir selber ausdenken. Du musst eigentlich nur wissen, wie viel Gramm von welchem Fett oder Öl Du zur Verfügung hast. Du kannst dann direkt mithilfe einer Siedetabelle errechnen, wie viel Wasser und KOH oder NaOH Du zufügen musst.

Die ersten Schritte sind gar nicht so schwer

Wichtig ist nur, dass Du Dir für den Anfang geeignete Materialien anschaffst, wie z: B. einen Pürierstab, Formen für die Seifen und passende Töpfe. Hierbei kannst Du viel improvisieren, wenn Du weisst, worauf es ankommt. Hast Du dann erst einmal Deine ersten Erfahrungen gemacht und warst erfolgreich, kannst Du immer noch in professionellere Arbeitsgeräte improvisieren. Vor dem Ätznatron brauchst Du keine Angst, zu haben, wenn Du vorsichtshalber eine Schutzbrille trägst und im Freien arbeitest. So können die unangenehmen Dämpfe, die bei der Anmischung entstehen können, gleich entweichen, ohne dass sie Deine Gesundheit beeinträchtigen.

Günstige Zubereitungsvarianten

Im Haushalt fallen immer wieder Restfettmengen an, die Du eigentlich entsorgen möchtest, weil Du sie für die Zubereitung Deiner Mahlzeiten nicht mehr verwenden möchtest. Sonnenblumenöl, dass noch nicht verdorben, aber auch nicht mehr ganz frisch ist. Das Frittierfett, das Du noch im Schrank hast und doch nicht benötigst usw. Alle diese Reste kannst Du zum Seife Sieden verwenden, ohne dass zusätzliche Kosten auf Dich zukommen. Den Kaffeesatz, den Du eigentlich auf die Blumen oder in den Komposter gibst, kannst Du als Seifenzusatz ebenfalls verwenden. Die Seife riecht dann nicht nur gut nach Kaffee und neutralisiert schlechte Gerüche, sie hilft auch gegen Cellulitis oder reinigt schonend, ähnlich wie Handwaschpaste, besonders intensiv verschmutzte Hände.

Tipps: Tipps und Tricks beim Seife sieden gibt es genug. Du solltest Dir daher einmal die Zeit nehmen, die umfangreich verfügbare Literatur intensiv, zu lesen. Falls Du vegan lebst, bietet Dir das Seife Sieden weitere Vorteile. Du kannst selber bestimmen, welche Rohstoffe Du verwendest und weisst nachher genau, dass Deine Seife vegan ist. Besonders hochwertig brauchen die Fette und Öle gar nicht sein, da sie beim Sieden eine chemische Veränderung durchmachen und die hochwertigen Bestandteile teurer Fette eher zerstört würden. Lediglich die Fette oder Öle, die Du zur Überfettung zugibst, nachdem der eigentliche Siedevorgang abgeschlossen ist, sollten von besser Qualität sein.

Mit ein wenig Geschick und Erfahrung kannst Du dann genau die Seifen sieden, die Deiner Haut und Deinen Haaren besonders gut tun.

Bildquelle: PDPics / pixabay.com

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