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Kalligraphie - raffiniert einfach

Kalligraphie

Du kennst doch diese einfachen weissen Bilder, auf denen nur ein Zeichen thront? Wenn Du diese Zeichen sowohl hübsch als auch ein bisschen mysteriös findest, könntest Du doch einmal einen Workshop für Kalligraphie machen und Dich dieser Kunst nähern.

Wie so vieles, das in Asien zum Alltag gehört, ist auch die Kalligraphie zwar von aussen gesehen schlicht, aber im Inneren vielseitig und mit einem hohen Mass an Bedeutung und Symbolik verbunden. Das sollte Dich aber nicht stören, denn Kalligraphie bedeutet erst einmal nur "schönes Schreiben", und das kann man schliesslich in jeder Kultur und in sehr unterschiedlichen Umsetzungsformen. Zur Kalligraphie gehören also auch diese teilweise von Computern nachgeahmten Schönschriften mit den weichen Schwüngen, den runden Buchstaben, die sich so gut auf Visitenkarten oder Briefen machen. Wenn Du aber eher in Richtung "Kreis und Punkt" denkst, könntest Du einen entsprechenden Kurs, auch online ist dies möglich, besuchen.

In der Schlichtheit liegt ein grosser Reiz

Gerade für den westlichen Menschen, der gewohnt ist, von Lärm und Hektik fast erschlagen zu werden, ist ein Stück Papier, das erst einmal nur leer ist, eine grosse Herausforderung. Was muss ich hier leisten, so lautet die unbewusste Betrachtunsgweise, wenn Du das erste Mal mit einem Pinsel, schwarzer Tusche und dem Papier vor Dir an die Sache heran gehst. Leisten musst Du nichts, das ist es ja gerade, aber Du kannst hier erfahren, dass schlicht schön ist, und dass nur einige wenige Striche mit dem Pinsel für einen ganzen Kosmos stehen können. Je nachdem, bei wem Du diese Kunst erlernst, wirst Du zunächst nur kleine Übungen machen, also Kreise und Striche aufs Papier bringen. Dann kannst Du aber schon weiter gehen und ein ganzes Gebilde formen, dem Du vielleicht noch einen roten Punkt als i-Tüpfelchen gönnst. Was ist es, eine Sonne, ein Baum oder was? Das liegt in Deiner Betrachtung - auch wenn es natürlich klare Vorbilder gibt.

Volle Konzentration auf den Pinselstrich

Wenn Du Deine ersten Versuche machst, wirst Du merken, dass der Leistungsgedanke ganz schnell abhanden kommt, und Du Dich nur noch auf den Strich vor Dir konzentrierst. Den genau, aber dennoch leicht zu setzen, das ist die Kunst hierbei. Aber ein wenig zu zittern oder verwischte Konturen zu produzieren, das gehört dazu, wenn Du Anfänger bist. Das macht auch nichts, denn Du kannst ganz ohne erkennbares Ziel einfach Deinen persönlichen Weg suchen und wirst ihn auch finden. Und wenn Du in Zukunft Deine Postkarten selber machst, indem Du weisse Pappe mit den Strichen in etwas Besonderes verwandelst, oder an der Wand ein Set Kalligraphien anbringst: Diese Kunst ist so einfach wie attraktiv im Resultat.

Einfach, klar, ruhig

Ob Du Ikebana steckst, aus Papier kleine Tiere formst oder ein Blatt mit wenigen Strichen in eine Landschaft verwandelst, Du wirst merken, dass die Japaner uns einiges in punkto Reduktion und Einfachheit voraus haben. Auch wenn Du Dich nicht voll und ganz in die Tradition versenkst, wirst Du ein wenig von der japanischen Denk- und Lebensart übernehmen - und ein neues Hobby gewinnen.

Tipp: Zunächst nimm einfaches Papier - das teure Kalligraphie-Papier ist dann die Belohnung für später.

Bildquelle: dantetg / pixabay.com

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